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Heute

16:00 Schauspielhaus
AUSVERKAUFT | Abschlussaufführungen der Tanzwerkstatt Wien, Zeitgenössisches Tanzzentrum für Kinder und Jugendliche | Abendkassa ab 14 Uhr geöffnet

Öffentlichkeitsarbeit

Echo

Kontakt:
Hubert Weinheimer

Tel: +43-1-3170101-307

Eine digitale Version (PDF) unseres Spielzeitheftes 2016/17 finden Sie HIER.

Pressekritiken "Blei"

„…Theaterproduktion über einen Film über eine Recherche über Bleiburg: BLEI als kluger Teufelskreis der Geschichte. (…) Sehr berührend.“ FALTER. Stadtzeitung.

„Immer, wenn das „Blei“ in eine scheinbare Form gefunden hat, wird diese zertrümmert, zerstückelt und ein neuer Ansatz ausprobiert. Nichts ruht sich gemütlich im Funktionierenden aus.“ APA

„Die junge Autorin Ivna Žic hat sich gemeinsam mit Hausherr Tomas Schweigen und seinem künstlerischen Team auf Spurensuche in ihrer Familiengeschichte begeben und ist dabei auf kollektive Gedächtnislücken gestoßen.“ Mottingers Meinung

„…diese Produktion gibt Stoff zum Nachdenken, weil sie das Zerbrechen jeder Ordnung und Vernunft plastisch illustriert und zeigt, dass die so oft hell erleuchtete, bestens dokumentierte Historie letztlich rätselhaft bleibt. Kann Vergangenheit überhaupt aus der Zukunft bewältigt, unser Leben verbessert werden durch Nachdenken? … In „Blei“, diesem Tohuwabohu von Erinnerungsfetzen, Katharsisbrocken und Sentimentalitätsdeckchen steckt eine ansehnliche Portion Poesie und treffende Medienkritik.“ Die Presse

„Kurzweilig-berührendes Doku-Theater über die Unmöglichkeit von Geschichtsschreibung.“ Wiener Zeitung

„Die Transformierung des Dokumentarischen ins Künstliche der Bühne ist ein kluger und zentraler Punkt des Abends, da er die Strategien von Gedächtnishütern und die Konstruktion von Erinnerung live nachvollziehbar macht.“ Der Standard

„Solide die Darsteller Vera von Gunten, Sebastian Schindegger, Jacob Suske, Stephan Weber. Handwerklich gekonnt: Tomas Schweigens Inszenierung.“ Kronenzeitung

Pressekritiken "Frotzler-Fragmente - eine postmonetäre Doppelconférence"

„Bunt, musikalisch, voll Witz und überraschender Szeneneinfälle nimmt das Regieteam Nele Stuhler und Falk Rößler sein Publikum an der Hand und führt es vom kleinen zum großen Gedanken. Tosender Applaus ist der gerechte Lohn dafür. Bravo!“ Der Standard

„Spielerisch, locker und punktgenau werden die komplexen Texte über das Wirtschaftssystem auf die Bühne gebracht (…) Sehr unterhaltsam (…) famose Inszenierung.“ Kurier

„Holla! Eine Revue! Inklusive suggeriertem Sprung von der 3-Meter-Showtreppe ins wasserleere Plastik-Planschbecken. Und sowieso glamouröse Gesangseinlagen (...) Die "FROTZLER-FRAGMENTE" sind aber nicht nur Revue, sind breit recherchierte, politisch-didaktische Piscator-Revue mit Grundgestus ironische Distanz.“ nachtkritik.de
 
„Auf die Bühne gehoben wird das alles vom fabelhaften Schauspielhaus-Quartett Vassilissa Reznikoff, Simon Bauer, Steffen Link und Sebastian Schindegger. Mit spielerischer Leichtigkeit und doch hochkonzentriert sprechen sie die komplexesten Texte im Chor, Kanon oder Quodlibet; sie springen, blitzdichten, singen, geben abwechseln den spöttischen Verweigerer der Zu- und Umstände, heißt: den Frotzler, und stellen einmal mehr die Qualität des Ensembles unter Beweis (…) Schau’n Sie sich das an!“ Mottinger’s Meinung

„Am Ende schmerzten nicht nur die Bauchmuskeln, sondern man fragte tatsächlich auch kleinlaut: Wozu eigentlich dieses Geld?“ ETC. Magazin


Pressekritiken "Kaspar Hauser oder die Ausgestoßenen könnten jeden Augenblick angreifen!"

„Das Wiener Schauspielhaus pulsiert. Hier ist eine junge Generation von Theatermachern am Werk, die ganz eigene, rohe, popaffine Regiepositionen in die Waagschale wirft. (…) Der knapp zweistündige Abend ist wie eine Zwiebel, die immer wieder neue Zivilisationsschichten freilegt. (…) Vassilissa Reznikoff, Jesse Inman, Gabriel Zschache und Kenneth Homstad werfen sich als tanzende, turnende, gestikulierende und zuweilen radebrechend sprechende Schauspieler ins Zeug. In diesen steilen Behauptungen liegt deshalb viel Spannung, weil die märchenhaften Bilder ihre Bedeutungen nicht sofort preisgeben. Man rätselt und staunt.“ Der Standard
 
„Es ist ein starkes Stück Text, mit dem Lisa Lie in ihre fast zweistündige Inszenierung einführt. (…) In dichten, poetischen Bildern zeichnet die Autorin ein Bild zwischen befürchteter Gluckenhaftigkeit und eingetretener Ablehnung.“ APA

„„Kaspar Hauser oder die Ausgestoßenen könnten jeden Augenblick angreifen“ ist ein Parforceritt durch die Menschheitsgeschichte, betrieben mit enormem Aufwand.“ Wiener Zeitung

„Visuell eindrucksvolle performative Sequenzen changieren zwischen Fremd- und Selbstverortung, Unterdrückung und Unterwerfung, Bewusstsein und Unterbewusstsein, Gewalt und Liebesdrang. (…) Licht-, Kostüm- und Bühnenbild schaffen eindrucksvolle Räume, die in Erinnerung bleiben.“ callisti1010

„Zeitreise im Stroboskopgewitter“ Kurier

„Lisa Lies „Kaspar Hauser“ feiert den Sieg des Unkonventionellen über die Konvention und die Konformität. Was das betrifft, ist das Schauspielhaus Wien ohnedies the place to be.“ Mottingers Meinung

"Furcht vor der grandiosen Schauspielerin Vassilissa Reznikoff, die den Abend vorantreibt, wie eine machttrunkene Diva." Falter

„Ein fulminant spielendes Ensemble: Kenneth Homstad, Jesse Inman, Gabriel Zschache und Vassilissa Reznikoff, wobei Letztgenannte mit ihrem Eingangsmonolog eine schauspielerische Höchstleistung hinlegt.“ European Cultural News
 


Pressekritiken "Diese Mauer fasst sich selbst zusammen und der Stern hat gesprochen, der Stern hat auch was gesagt."

„Ein oft schräger, mit Ironie gewürzter und humorvoller Abend, der politische, gesellschaftliche Fragen unserer Zeit tangiert.“ KURIER

 
„Dickes Theater! (...)  Regisseur Franz-Xaver Mayr setzt steile Behauptungen in schöne Irrtümer um. Eine Offenbarung zuzusehen. (…) Bald wird es klar: Hier läuft ein Spezialausbildungsprogramm mit dem Titel "problem und bewusstsein, lösungen und alles", nur wusste das bisher keiner. Das Seminar soll den Wunsch erzeugen – und jetzt kommt's – "die Onion zu retten"! (…) Ein dick gepolsterter Alptraum, eine faszinierende Aufführung“ DER STANDARD
 

„Regisseur Franz-Xaver Mayr lässt bei der Umsetzung dieses komplexen, absurden (und redundanten) Textes selten Langeweile aufkommen, fünf Schauspieler setzen ein aberwitziges Bewerbungsgespräch in einer seltsamen Art von Museum launig mit leichtgängiger Ironie um. Das Premierenpublikum war begeistert, es gab lang anhaltenden Applaus. Wohl zu Recht, die Ängste und Neurosen Jobsuchender erschließen sich via Farce.“ DIE PRESSE
 
„Was der Stern nicht gesagt hat, was aber trotzdem bleibt am Ende dieses in jeder Hinsicht beglückenden Abends: Auch gemeinsames Lachen solidarisiert.“ NACHTKRITIK

„Sebastian Schindegger (…) führt die drei Kandidaten in komödiantischer Hochform durch ein fingiertes Museum, in dem auch Steine, Mauern und ein Stern zu Wort kommen. (…) Die Farce verzwirbelt unsentimental und mit viel Sprachwitz die Nöte des Kulturprekariats mit allerlei gesellschaftlichen Missständen.“ WIENER ZEITUNG

„Zu den Eigenheiten von Svolikovas Stück gehört die deformierte Sprache. Nach und nach schleichen sich Worte in den Text, die nicht ganz dicht sind. (...) Nach 90 rasanten, erfrischend durchgeknallten Minuten gibt es für das Ensemble wohlverdiente Entspannungszigaretten.“ THEATER HEUTE

"Eine herrliche, politische Farce (...) Ein treffendes Bild einer Europäischen Union, deren Existenz - wie selten zuvor - auf dem Prüfstand steht" AUGUSTIN
 


Pressekritiken "Kudlich - eine anachronistische Puppenschlacht"

"Eine anachronistische Puppenschlacht von Thomas Köck - kraftvoll im Schauspielhaus Wien. (...) Bei aller sensibel zuarbeitenden Inszenierungsbeigabe des Regisseurs Marco Storman, bei allem Körpereinsatz des kraftvollen Ensembles (…) beeindruckt diese Textwucht am meisten. (…) Dieser Abend führt seine Fäden sicher. Verdient großer Applaus." Der Standard
 
Hochpoetisch ist dieser Text, wunderschön anzuhören, diese Sprache, die sich tief ins Fleisch bohrt (…) Rotzfrech, stellenweise saukomisch und biedermeierpostmodern schreibt Köck über die Restaurierung der Restauration.Mottinger’s Meinung
 
Was haben diese aktuellen, überzeugend gespielten Karikaturen mit Hans Kudlich zu tun, dem „Bauernbefreier“ in der liberalen Revolution von 1848, der die Abschaffung der Leibeigenschaft betrieb? Viel, wenn man den Dramentext studiert, denn nach der Fron kamen neue Abhängigkeiten. Die damals gegründete Raiffeisen–Genossenschaft wird als Negativbeispiel genannt, Neoliberalismus mit Rechtspopulismus verknüpft, als neues System der Ausbeutung, wie das Programmheft erläutert. Angereichert wird der Abend mit TV-Moderatorin Arabella und Schlagersänger Gabalier, Büchner und Kleist kommen aus dem Vormärz zu Wort“ Die Presse

„Das junge Ensemble erbringt hierbei eine ausnahmslose Glanzleistung“ APA

"Gelungene Uraufführung von Thomas Köcks „Kudlich“ im Schauspielhaus Wien." Kleine Zeitung
 

"Jelinek auf Speed" Der Falter

„Der Text macht Spaß. Das epische Erzählen, für das sich Köck über weiter Stecken entscheidet, ist bezaubernd dicht. Man will den Text nachlesen und ein bisschen mit ihm leben. Die Figuren changieren, vermischen sich. Der Stier auf der Bühne ist so geil! Sie sehen Max Gindorff oben ohne und dramatisch sterben. Gehen Sie, und schauen Sie sich das an. Also: das ganze Stück, nicht nur den schönen Max.“ Callisti (Theaterblog)


Pressekritiken "Traum Perle Tod!"

„Viele traumhafte, schöne Einfälle verzeichnet die Regie von Intendant Tomas Schweigen: surreale Bilder von überlangen Armen, übergroßen Frisuren oder absurd kleinen Beinen. (...) verdienter Applaus für das tolle Ensemble.“ Der Standard

"Straighter Albtraum: Ideenreich und verspielt… Spiel, Musik, Kostüm: Super!" Falter

„Und was für eine Vorgabe für Simon Bauer, Jesse Inman, Steffen Link und Sebastian Schindegger, um gemeinsam mit Vera von Gunten und Vassilissa Reznikoff die neue Schauspielhausbühne mit tollem Einsatz zu bespaßen.“ Kronenzeitung

„Kubins Text, früher häufig unter dem Blickwinkel von Tramdeutungsideen seziert, bekommt unter den derzeitigen globalen, gesellschaftlichen Bedingungen einen neuen Dreh. (…) Die Auflösungserscheinungen der Traumlandgesellschaft, die mit erschreckender Klarheit wenn schon nicht mit unserer Gegenwart, dann doch mit einer nahen Zukunft verglichen werden können, machen das Stück im Schauspielhaus hoch aktuell.“ European Cultural News


Pressekritiken "Città del Vaticano"

„Am Ende ist der Applaus für Regie, Choreografie und - allen voran - das Ensemble gewaltig: Die Authentizität scheint das ganze Publikum berührt zu haben - also nicht nur die jüngeren Leute, die sich mit dem Gezeigten bis zu einem gewissen Grad identifizieren können. Dass einige wenige Zuschauer die Vorstellung demonstrativ vorzeitig verlassen, der eine oder andere auch am Ende reglos den Schlussapplaus verweigert, erscheint als Bestätigung für die kompromisslose Arbeit des Ensembles. Der einzige Buhruf des Abends (er galt Richter) wird von tosendem Applaus übertönt. Die Lebenswirklichkeit einer jungen Generation eckt an, aber bei Richter ist sie eben genau das: eine Wirklichkeit.“ ORF.at

„Doch Falk Richter will mit seinem "Città del Vaticano" mehr als nur die Begegnung mit den angerissenen Biographien seiner Performer, die da als Darsteller ihrer selbst agieren. Und so mündet das konkret Biographische immer wieder auch in Szenen, in denen sich die heutigen Ängste in Europa formulieren: Die Welt ist so unübersichtlich geworden, das halt ich einfach nicht mehr aus. Ich will die Kontrolle über mich und mein Leben zurück und ich will mich nur noch mit Dingen beschäftigen, die ich wirklich verstehe. Und ich will keine Verantwortung übernehmen müssen für Dinge, die ich nicht verstehe.“ Deutschlandfunk

„Steffen Link (…) ist so wie Vassilissa Reznikoff Ensemblemitglied des Schauspielhauses. Beide machen eine gute Figur. Die übrigen fünf Performer und Performerinnen wurden in Venedig aus einer Reihe internationaler Bewerber ausgewählt: Telmo Branco, Gabriel da Costa, Johannes Frick und Christian Wagner imponieren in Wien vor allem durch ihre exzellenten Tanzeinlagen, vereinzelt auch in ihren (auf Deutsch, Englisch, Französisch vorgetragenen) Bekenntnissen.“ Die Presse

„Man erliegt letztlich der Direktheit, dem Charme und dem Spielwitz des jungen Ensembles, das seinen Ausdruck gerade auch in der expressiven Choreographie von Nir de Volff findet.“ SWR

„Mit (..) Christian Wagner übrigens ist ein nachgerade geiler Performer am Schauspielhaus aufgetaucht (er war schon in der Installation Cellar Door zu sehen).“ nachtkritik.de

„Zum Ende des Thalia-Festivals "Lessingtage" liefert Falk Richter mit seinem Gastspiel vom Schauspielhaus Wien einen sehnlich ­erwarteten Höhepunkt.“ Hamburger Abendblatt
 


Pressekritiken "Cellar Door"

"Ein verführerisches Erlebnis" Nachtkritik

„In labyrinthisch miteinander verbundenen Kellerräumen leben die Bewohner aus einer fiktiven verwahrlosten Gesellschaft - mit all ihren Machtfantasien, dunklen Geheimnissen, und Fetischen - geprägt von Frustration und Brutalität. Die 40 Performerinnen und Performer kennen alle Personen aus ihrem Parallel-Universum - improvisieren und entwickeln sich bis zum letzten Tag der Installation weiter - keine Sekunde dieser 504 Stunden wird die selbe sein und wird durch Besuchern und Online-Usern ständig verändert. Schöpfer dieser Welt sind Jens Lassak, Julian Wolf Eicke und - Kopf der Dreier-Konstellation: Thomas Bo Nilsson. "Es ist ein ganzes Spektrum an Stereotypen, die mittlerweile Teile der Popkultur sind, die man in dieser Konstellation aber so vielleicht nicht erwarten würde. Meine Inspiration für diese Figuren nehme ich aus dem Internet, vor allem aus YouTube-Videos und den Tiefen des Webs. Daraus kreiere ich ein Spektrum an Charakteren, die besonders häufig in der Online-Welt auftreten. Das heißt, all das was man im Internet finden kann, kann man auch im Stück wiederfinden und ist Teil der Rollen, die sich weiter entwickeln. Immerhin kann jeder Online-User weltweit Inhalte zu dieser Welt hinzufügen. Deshalb kann es so tief gehen, wie es die User und Besucher wollen, dass es geht."“ Ö1

"Die 504 Stunden – sprich 21 Tage – währende Dauerperformance bietet auch jenen einen Kick, die sich dem Unheimlichen mit psychoanalytischer Freude nähern." Der Standard
 
"Mit "Cellar Door" übertrifft Thomas Bo Nilsson sich selbst: Das Spiel im Schauspielhaus ist eine Mischung aus Film, Live-Performance und interaktivem Online-Game. 21 Tage und Nächte lang können sich Online-User dabei über die Plattform lexlydia.net in das Geschehen einklinken. Theaterbesuchern wird zwei Mal täglich (um 17 und 21 Uhr) für je vier Stunden eingeräumt, freiwillig Teil dieses grandiosen Theater-Infernos zu werden." Wiener Zeitung

"Tomas Schweigen, Neo-Intendant des Schauspielhauses, hat mit „CELLAR DOOR“ ein gewagtes und äußerst gelungenes Experiment an der Schnittstelle zwischen Theater, Performance und Politik ermöglicht." Tiroler Tageszeitung

"Together, the three parts of CELLAR DOOR congeal into a 21st century gesamtkunstwerk that merges IRL with URL, encouraging visitors to the set to continue their experience in the online chat room, and likewise luring the forum users to the physical location in Vienna. Call it a European, dystopian version of Charlie Kaufman's hyperrealist freakout Synecdoche, New York as if directed by Anonymous and the creators of Diablo." VICE

"CELLAR DOOR ist definitiv nichts für schwache Nerven, sicher nichts für klaustrophobische Gemüter, aber ein Spaß für kindlich gebliebene. (...)Das bemerkenswerteste an dieser Arbeit sind bisher die Fragmente von acht Häusern, die Nilsson zu seinem düsteren Raumsystem verbunden hat. In diesem engen Labyrinth harren die Darsteller aus, auch das eine beachtliche Leistung, auch Thomas Bo Nilsson selbst, dem man auf seiner Runde durchaus begegnet, was durchaus zum Fürchten ist. (…) Kontakt aufnehmen ist nicht nur erwünscht, sondern sogar notwendig, wenn man irgendetwas begreifen will. Dies als Aufruf, sich verführen zu lassen. (...) Sagen Sie nicht, Sie seien nicht gewarnt worden." Mottingers Meinung

„Das Urteil der ersten Menschen, die Thomas Bo Nilssons bizarres Universum betreten konnten, fällt durchwegs positiv aus: "Das ist etwas ganz Neues", sagt Besucherin Lena. "So etwas habe ich noch nie erlebt!" FM4


Pressekritiken "Strotter"

„Die Kommentare der künstlichen Intelligenz erzeugen in ihrer distanzierten Nüchternheit zeitgleich Lachen wie Schaudern – Ausgehen, Wohnen, Studieren, das sind für das unbeteiligte Auge des Computers nichts anderes als Strategien des sozialen Aufstiegs und gesellschaftlichen Funktionierens. (…) Erfrischend unkonventionelle Inszenierung, die einen außerirdischen Blick auf die reale Welt wirft und damit die Wirklichkeit selbst zur Inszenierung macht, sie vielleicht gar nur als solche enttarnt, mit den Mitteln des Theaters zur Kenntlichkeit entstellt.“ Nachtkritik

„ (...) Viele Fragen tut der Abend zudem ob der zuweilen abgedrehten, stark körperlichen Inszenierung auf, in der das Publikum als Mitmacher steckt. Etwa jene, welche Rolle man lieber einnehmen sollte: Die des brav rezipierenden und der Computerstimme folgenden Publikums oder doch die – gelobte – des Anweisungsverweigerers. Untergangskinder möchte man das Wind und Wetter trotzende Ensemble aus Jesse Inman, Steffen Link, Vassilissa Reznikoff und Sebastian Schindegger nennen. Es entwirft düstere, aber gar nicht so abwegige Aussichten. Derer mag es zwar schon einige geben, aber noch keine war so nah an Wien dran.“ Der Standard

„Im charmanten Stationentheater „Strotter“ von Thomas Köck und Tomas Schweigen ist Wien kein sicherer Hafen mehr, sondern eine dystopische Landschaft.“ Falter

„Vier Schauspielhaus-Akteure stellen die letzten Überlebenden dar, Desperados, die ratlos und rastlos durch die Gassen des Alsergrunds tigern.“ Wiener Zeitung

„Die Führung der Zuschauer durch die verschiedenen Sphären übernimmt ein Handy mit Kopfhörern und Computerstimme, das einen unheimlichen Klangraum erzeugt (gesprochen von Sophia Löffler)“  Die Presse

Pressekritiken "Imperium"

"Das Schauspielhaus hat mit der österreichischen Erstaufführung manches riskiert und alles gewonnen. (...) Chaotisch, dramatisch, melancholisch, sensibel, zum Brüllen komisch und existenziell wechseln die Eindrücke. Dafür gibt es verdient stürmischen Applaus." Der Standard
 

"Nackte Haut und Fleischgeruch sorgen für ein gleichermaßen visuelles wie olfaktorisches Erlebnis am Wiener Schauspielhaus. (… ) Vor den Ruinen von Engelhardts Träumen belohnt das Publikum an diesem Abend den Mut der Schauspieler. Jubel gibt es auch für Regisseur Gockel, der Krachts IMPERIUM zugänglich auf die Bühne bringt. " orf.at
 

„Gockel findet in seiner sehr direkten Inszenierung die richtigen Bilder und Metaphern, das kleine Ensemble agiert ohne Scheu vor Nacktheit und mit unglaublicher Spiellust“ Kurier
 

„Es ist wirklich super, ich kann‘s schwer empfehlen. Es ist lustig, es ist g‘scheit und es gibt wie gesagt viel zu sehen.“ FM4/Morningshow
 

"IMPERIUM ist eine ebenso anarchistische wie unterhaltsame Bühnenadaption von Christian Krachts Vision einer gescheiterten Utopie" ORF/Zeit im Bild
 

„Durchaus kurzweilig gelingt dieser Ritt durch den Aufstieg und Niedergang von Engelhardts Sonnenorden.“ Wiener Zeitung

„Die fünfköpfige Schauspieler-Boyband ist gut eingegroovt, ständig werden Figuren entworfen und sofort wieder gebrochen, und trotzdem erzählt der Abend konsequent eine aberwitzige Geschichte, der man gerne folgt.“ profil

„Mit Spaß und Zeitgeistgehalt wird nicht gegeizt.“ Kronenzeitung
 

„Jan-Christoph Gockel hat Christian Krachts Roman IMPERIUM fürs Theater adaptiert und das funktioniert ganz ausgezeichnet.“ Falter

"Anders als Krachts Roman, der auch die Ironie noch ironisiert, ist Gockels Inszenierung von ganz direkter, kraftvoller Komik. Der seltene Fall einer Romanadaption, die mehr Spaß macht als die Vorlage!" Nestroypreis-Jurybegründung der Nominerung (Kategorie "Beste Regie") von Wolfgang Kralicek

Pressekritiken "Der grüne Kakadu"

„So wild und bunt war Schnitzler wohl noch nie. (…) Bühne und Kostüme von Josa Marx sind preiswürdig. Und das Beste ist der morbide Amor auf halsbrecherisch hohen Plateausohlen, der auf einer schwarzen Schaukel wippt und revolutionäre Parolen ins Mikro raunt.“ Die Presse
 

„Der grüne Kakadu in einer erstaunlichen Fassung. (…) Radikal ins Heute und vom historischen Setting auf eine abstrakte Metaebene transponiert. (…) Das gesamte Team ordnet sich unter und gestaltet einen nicht ganz leicht konsumierbaren, aber erstaunlichen Abend.“ Kurier
 

„Wie ein Todesvogel erhebt sich von Zeit zu Zeit ein androgyner Sänger (Nicolas Fehr) auf seine Plateau-Overknees und haucht wunderschön seine Trauer aus (Musik: Jacob Suske).“ Der Standard
 

„Nicolas Fehr (…) hält mit seinem Gesang bis zum handlungsreichen Ende die Geschehnisse im grünen Kakadu zu einem Party-Panorama zusammen. (…) CD-Kauf hiermit empfohlen.“ Nachtkritik
 

„Draußen tobt die Revolution, drinnen der Wahnsinn“ Kronenzeitung
Pressekritiken "SPAM"

„Zwingende, rasante Inszenierung (…) Die Reise ins WWW beginnt gemächlich, gegen Ende der 100 Minuten – ein paar Tages des Monats wurden gestrichen – überschlagen sich die Ereignisse (…) Schindegger hastet durch einen wundersamen, aberwitzigen Abend.“ Kurier
 

„Jemand hat Monti zu einem heiklen Zeitpunkt eine auf die Birne verpasst. Jetzt ist guter Rat teuer. Wer bin ich, woher komme ich? In welcher Nische des Netzes habe ich mein vorheriges Leben verräumt?“ Der Standard
 

„Youtube-Videos, E-Mails und Google-Translate kommen zum Einsatz, während man sich langsam der Identität des Verwirrten annähert.“ Falter

„Eine irrwitzige Irrfahrt durchs Internet. (…) Schindegger beherrscht die Kunst, die Zuschauer charmant in sein Spiel einzubeziehen; damit gibt der Schauspieler dem Abend eine ihm eigene, feinhumorige Note. (…) Während sich die Erkenntnisspirale immer schneller dreht, setzt sich langsam ein Mosaik zusammen, dämmert die Dimension des Geschehenen herauf.“ Mottingers Meinung 
Pressekritiken "Möglicherweise gab es einen Zwischenfall"

„…zugleich entwickelt dieses Drama einen seltsamen Sog und wird auch von den drei Darstellern mit beträchtlichem Talent und großer Konzentration gespielt.“ Die Presse
 

„…auf einmal sind Text und Menschen eins, hört man gebannt zu: Der Panzeraufhalter ist für einen Augenblick der mächtigste Mann des Universums, ein Flugzeug explodiert, die Präsidentin klammert sich unbehaglich an ihre Mikroständer und die Überzeugung, sie habe nur ihre Arbeit gemacht. Große Momente.“ Nachtkritik
 

„Thorpe erzählt von Führerwahn und Staatsstreichverblendung und schleichendem Faschismus. Sein Stück nimmt jede Sicherheit. Es dringt unterm Bewusstsein vor ins Hirn.“ Mottingers Meinung

„In seinem Stück wird gleichzeitig die ganze Bandbreite von menschlichem Sein aufgezeigt. (…) Mit dieser zweiten Produktion demonstriert das neue Team am Schauspielhaus, wie auch schon in „Punk und Politik“, seine Idee von Theater, die mit zeitgenössischen Autoren das Hier und Heute erkundet.“ European Cultural News

„Das Theater wird wieder einmal als politisches Forum entdeckt.“ Wiener Zeitung

"Dass man als Zuschauer dranbleibt, verdankt sich dem Thrill der Texte und dem engagierten Spiel von Steffen Link, Vassilissa Reznikoff und Sophia Löffler. Nicht zuletzt das junge Ensemble von Tomas Schweigen verspricht Gutes für die neue Ära.“ NZZ

Pressekritiken "Punk & Politik"

"Dass Theater als gesellschaftliches Ereignis sehr wohl politische Ausblicke tätigen und aktivistische Positionen einnehmen könne - darum geht's, erstmal grob gesagt, und deswegen ist der Abend im Anliegen eigentlich superseriös. Das "eigentlich" rührt aus der Leichtfüßigkeit, Weitläufigkeit und vor allem dem überschwänglichen Humor der (böse Zungen sagen:) Nummernshow bzw. der (Engelszungen sagen:) Doku. (...) Auch geht es um die Infragestellung von diesem Neuanfang, von politischen Ausblicken und aktivistischen Positionen im Theater. Am Ende steht aber nicht höflich distanzierende Ironisierung, sondern heftig engagierter Humor. Wenn Krise Chance heißen kann, dann wider die Angst am besten mit Humor. Mit theoretisch-geschichtlich versiertem und doppelbödigem Humor (...) wider die Belanglosigkeit und für ein Theater, das wirkmächtig sich selber und Gesellschaft macht. Ich halte das für eine gute Strategie." Nachtkritik

"Das Schauspielhaus hat eine neue Intendanz. Tomas Schweigen zieht in „Punk & Politik“ alle Register. (...) Die Akteure schlüpfen in die Rolle von Aktivisten, die für eine Demokratisierung der EU werben, und mimen politische Tonlagen in allen Facetten, von betroffener Empfindlichkeit bis zu charismatischem Populismus. Das Stück ist voll liebevoller Details, etwa der Live-Schaltung zu einer Theateraufführung über politisches Theater. (...) In einem starken Schlussbild versammeln sich alle zu einer germanischen Basisgruppe, dem Thing, um das System zu reformieren. So viele Phrasen sind einem bis dahin um die Ohren geflogen, dass das von den Steinzeitdemokraten gesprochene Isländisch angenehm fremdartig klingt. (...) „Das war jetzt post-postdramatisches Diskurstheater“, fasst eine Besucherin zusammen. „Mit Fun-Faktor“, ergänzt ihr Begleiter. Welchem Intendanten ist es schon vergönnt, mit seiner ersten Premiere ein neues Genre zu begründen?" Falter
 
"Die reuelose Freude eines Kindergeburtstages erfasst jeden, der sich dieser Tage an der politisch gemeinten Talk-Revue Punk & Politik ergötzt. (...) Das ebenso reformorientierte wie institutionskritische Publikum (...) zeigte sich hellauf begeistert." Der Standard
 
"Unter dem neuen Intendanten Tomas Schweigen und einem jungen, ebenfalls neuen Ensemble präsentiert sich das Haus mit einem sicht- und fühlbarem Energieschwung. (...) Hinter „Punk und Politik“ steht nicht zuletzt auch der Wille, dass mit einer zeitgenössischen Theateridee dieses künstlerische Medium aus seinem Elfenbeinturm erlöst wird. Wer, wie Tomas Schweigen und sein Ensemble das Theater offensichtlich als mitbestimmende politische Kraft, als Keimzelle für die Entwicklung und Verbreitung neuer sozialer Ideen erkennt, braucht nicht nur gute Schauspielerinnen und Schauspieler, sondern auch viel Fingerspitzengefühl in der Programmatik, um das Publikum auf diesem neuen Weg mitzunehmen. (...) Was bleibt, ist der Eindruck eines prallvoll gefüllten Theaterabends, der so viel zeigt, dass man darin leicht den Überblick verlieren kann. Dass dies Kalkül und dem Thema an und für sich schon immanent ist, versteht sich. Was noch bleibt, ist der gelungene Einstand eines höchst sympathischen Ensembles." European Cultural News
 
"Schweigen und sein ihm eigener Humor legen mit dieser ersten Produktion in Wien gleichsam ihr Manifest vor, Theater, das sich einmischt in die Stadt und ihre Politik, daher sind Portal und Porzellangasse im Bühnenraum ein zweites Mal aufgebaut, man tritt sozusagen ein zweites Mal ein, hört Straßensound und Straßenbahn, und ist doch mit den Darstellern draußen vor der Tür, wenn sie dort musizieren-agitieren-agieren. (...) Dass das fabelhaft funktioniert, liegt am sehr sympathischen siebenköpfigen Ensemble." Mottingers Meinung