Luftmenschen oder: Next Year in Siberia

Premiere am 14. April 2027

Komposition & Live-Musik von Daniel Kahn 
Uraufführung
© soju.studio
Yussel ist einer der letzten Juden in Birobidschan, der „jüdischen autonomen Zone“ in Sibirien. 1934 begann dort ein sowjetisches Experiment: eine sichere Heimat für die jiddischsprachige Welt, ganz im Geiste von Frieden, Arbeit und Sozialismus. Yussels Vorfahren kamen aus Armut und Enge, stiegen in Züge Richtung Osten und setzten auf „Jewtopia“. Die jiddische Sprache hat ein Wort für Träumende: לופטמענטשן – Luftmentshn. Was wur de aus ihrer Idee von Autonomie auf dem harten Boden der sibirischen Taiga? Wie baut man eine Alternative zum Zionismus, wenn das Versprechen jüdischer Selbstbestimmung zugleich ein Mittel politischer Kontrolle ist? Was geschieht mit einer Utopie, wenn man beginnt, in ihr zu leben? Eine Reihe von pointierten Szenen erzählt von familiärer Verpflichtung, politischer Sehnsucht, religiösem Aufbruch. Zwischen Anfang und Katastrophe, neuer Liebe und Abschied tastet sich das Stück rückwärts, dorthin wo es viel zu hoffen gab.

Eve Leigh schreibt ein neues Stück fürs Schauspielhaus. Wie schon in Verbranntes Land (Salty Irina) interessiert sich Leigh für Menschen, die inmitten politischer Gewalt nach neuen Formen von Zugehörigkeit und Zusammenleben suchen. Der Klezmer-Punk-Spezialist Daniel Kahn komponiert dazu Songs voller Witz und Widerstand. Eine musikalische Zeitreise auf Jiddisch, Deutsch, Russisch und Englisch.

Yussel ist einer der letzten Juden in Birobidschan, der „jüdischen autonomen Zone“ in Sibirien. 1934 begann dort ein sowjetisches Experiment: eine sichere Heimat für die jiddischsprachige Welt, ganz im Geiste von Frieden, Arbeit und Sozialismus. Yussels Vorfahren kamen aus Armut und Enge, stiegen in Züge Richtung Osten und setzten auf „Jewtopia“. Die jiddische Sprache hat ein Wort für Träumende: לופטמענטשן – Luftmentshn. Was wur de aus ihrer Idee von Autonomie auf dem harten Boden der sibirischen Taiga? Wie baut man eine Alternative zum Zionismus, wenn das Versprechen jüdischer Selbstbestimmung zugleich ein Mittel politischer Kontrolle ist? Was geschieht mit einer Utopie, wenn man beginnt, in ihr zu leben? Eine Reihe von pointierten Szenen erzählt von familiärer Verpflichtung, politischer Sehnsucht, religiösem Aufbruch. Zwischen Anfang und Katastrophe, neuer Liebe und Abschied tastet sich das Stück rückwärts, dorthin wo es viel zu hoffen gab.

Eve Leigh schreibt ein neues Stück fürs Schauspielhaus. Wie schon in Verbranntes Land (Salty Irina) interessiert sich Leigh für Menschen, die inmitten politischer Gewalt nach neuen Formen von Zugehörigkeit und Zusammenleben suchen. Der Klezmer-Punk-Spezialist Daniel Kahn komponiert dazu Songs voller Witz und Widerstand. Eine musikalische Zeitreise auf Jiddisch, Deutsch, Russisch und Englisch.

Kostüme:
Musikalische Leitung:
Dramaturgie:
Künstlerische Mitarbeit:

Termine

Mi, 14. April, 20:00 Uhr

Premiere