Bühnenbeschimpfung

(Liebe ich es nicht mehr oder liebe ich es zu sehr?)

Österreichische Erstaufführung

Aufführungsdauer: 1 Stunde 50 Minuten, keine Pause
Aufführungsrechte: Suhrkamp Theater Verlag Berlin
© Marcella Ruiz Cruz
Sitzen Sie bequem, liebes Publikum? Die Bühnenbeschimpfung ist ein anhaltender Zwischenruf. Sie erzählt, was sonst ungesagt bleibt: Wie alle, die sich zur Aufführung versammelt haben, aus ihren Rollen fallen. Jederzeit könnten sie kündigen, zum Sekt an die Bar oder gleich nach Hause schlafen gehen. Doch sie arrangieren sich. Nicht nur im Theater, auch sonst wird zumeist weiter geredet, mitgespielt und dabei geschimpft. Die Autorin Sivan Ben Yishai lässt ein Ensemble renitent und ein Publikum laut werden. Bis schließlich ein radikalisiertes Schauspielhaus das Wort ergreift. Das Theater ist jetzt zum Äußersten bereit. Eine neue künstlerische Leitungsgruppe und Ensemble eröffnen die Saison mit aller Liebe zur Störung, zum Theater und zu seiner Erneuerung.

Bleiben oder gehen, absichern oder verändern, bewahren oder neustarten - sind die Optionen und die Pole eines allgegenwärtigen und sich an vielen Orten zuspitzenden Konflikts, dem die Agierenden in diesem Stück freien Lauf lassen. Bühnenbeschimpfung ist eine offen­gelegte Operation am Körper der Institution im Wachzustand. Sie fragt, was es bedeutet, zusammen mit anderen in einer Zeit zu sein, teilzuhaben, ohne sich zu unterwerfen, Gemeinschaft auszuhandeln und auszuhalten. Und was es braucht, damit die Idee der Institution zukunftsfähig wird.

Für das Schauspielhaus formiert sich eine Regiegruppe: Gleich drei Regisseur:innen inszenieren  jeweils einen Teil des Stückes. Mit Marie Bues und Tobias Herzberg stellen sich zwei Mitglieder des neuen Leitungsteams vor. Niko Eleftheriadis ist diesem in langjähriger Zusammenarbeit als Schauspieler, Regisseur, Performance- und Videokünstler eng verbunden.

Das Stück traf im deutschsprachigen Raum auf große Resonanz. In der Kritiker:innenumfrage der Zeitschrift Theater heute wurde Bühnenbeschimpfung zum „Stück des Jahres 2023“ gewählt. Sivan Ben Yishai war damit heuer zudem für den Mülheimer Dramatikpreis nominiert.
Sitzen Sie bequem, liebes Publikum? Die Bühnenbeschimpfung ist ein anhaltender Zwischenruf. Sie erzählt, was sonst ungesagt bleibt: Wie alle, die sich zur Aufführung versammelt haben, aus ihren Rollen fallen. Jederzeit könnten sie kündigen, zum Sekt an die Bar oder gleich nach Hause schlafen gehen. Doch sie arrangieren sich. Nicht nur im Theater, auch sonst wird zumeist weiter geredet, mitgespielt und dabei geschimpft. Die Autorin Sivan Ben Yishai lässt ein Ensemble renitent und ein Publikum laut werden. Bis schließlich ein radikalisiertes Schauspielhaus das Wort ergreift. Das Theater ist jetzt zum Äußersten bereit. Eine neue künstlerische Leitungsgruppe und Ensemble eröffnen die Saison mit aller Liebe zur Störung, zum Theater und zu seiner Erneuerung.

Bleiben oder gehen, absichern oder verändern, bewahren oder neustarten - sind die Optionen und die Pole eines allgegenwärtigen und sich an vielen Orten zuspitzenden Konflikts, dem die Agierenden in diesem Stück freien Lauf lassen. Bühnenbeschimpfung ist eine offen­gelegte Operation am Körper der Institution im Wachzustand. Sie fragt, was es bedeutet, zusammen mit anderen in einer Zeit zu sein, teilzuhaben, ohne sich zu unterwerfen, Gemeinschaft auszuhandeln und auszuhalten. Und was es braucht, damit die Idee der Institution zukunftsfähig wird.

Für das Schauspielhaus formiert sich eine Regiegruppe: Gleich drei Regisseur:innen inszenieren  jeweils einen Teil des Stückes. Mit Marie Bues und Tobias Herzberg stellen sich zwei Mitglieder des neuen Leitungsteams vor. Niko Eleftheriadis ist diesem in langjähriger Zusammenarbeit als Schauspieler, Regisseur, Performance- und Videokünstler eng verbunden.

Das Stück traf im deutschsprachigen Raum auf große Resonanz. In der Kritiker:innenumfrage der Zeitschrift Theater heute wurde Bühnenbeschimpfung zum „Stück des Jahres 2023“ gewählt. Sivan Ben Yishai war damit heuer zudem für den Mülheimer Dramatikpreis nominiert.
„Mit der Bühnenbeschimpfung“, startet das Schauspielhaus heute in eine neue Ära – einer Beschimpfung, die sich bei genauerem Hinhören als große Liebeserklärung an das Theater entpuppt.“ Ö1

„Ben Yishai hat eine Hommage ans Theater geschrieben. Das ist auch die bestechend erfrischende Inszenierung von Bues, Eleftheriadis und Herzberg, die mit genauer Personenführung einnimmt. (…) Das Leitungsquartett demonstriert mit dieser glänzenden Produktion, wie Theater heute verstören und betören kann, und das lässt an die Geschichte dieses Hauses in der Porzellangasse 19 denken. Die faszinierendsten Theatermacher haben von hier aus die Wiener Theaterlandschaft geprägt. (…) Das Ensemble (Lydia Lehmann, Kaspar Locher, Sophia Löffler, Ursula Reiter, Tamara Semzov, Maximilian Thienen) spielt das fulminant. Der denkwürdige Auftakt für eine neue Intendanz wurde zurecht bejubelt.“ KURIER

„"Bühnenbeschimpfung" wirft einen bösen Blick auf das Theater, eignet sich aber trotzdem gut als Eröffnungspremiere, weil sich unter der sarkastischen Institutionskritik auch eine Hommage an das Theater verbirgt.“ SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

„Ein chaotisch-kritischer, liebevoll-lustiger Abend als reflektierte Liebeserklärung.“ APA

„Was als (moderate) Bühnenbeschimpfung seinen Ausgang nimmt, wandelt sich bald in eine recht zärtliche Institutionenbefragung. Hinter all der Kritik am Theater pocht also ein großes Herz für das Theater. Und so verlässt man diesen sympathischen Einstandsabend in der Hoffnung, dass die Diskussionen am Schauspielhaus auch in Zukunft so produktiv enden wie in diesem Fall.“ STANDARD

„Machtstrukturen, die auf der Bühne kritisiert werden, innerhalb des Theaterbetriebs jedoch fortbestehen, ein Publikum, das sich hauptsächlich für das Glas Rotwein nach der Vorstellung interessiert… In Bühnenbeschimpfung hinterfragt das politische Theater sich selbst.“ ORF ZEIT IM BILD

„Einer der anregendsten Theatertexte seit Jahren. (…) Am Ende wird es großartig: mit dem Todesgesang eines verfallenden Theatergebäudes, das von einer Shakespeareschen Wildnis verschlungen wird. Die Regisseure Marie Bues, Niko Eleftheriadis und Tobias Herzberg vertrauen einem minimalistischen Konzept mit Chören und sparsamer Performance. Alle Kräfte sind auf den Text gerichtet. Das gilt auch für die Schauspieler, die sich im besten Sinn nicht hervortun. Wie Mitglieder eines Kammerorchesters, die in den Soli umso größeres Können beweisen.“ KRONENZEITUNG
„Die wenigsten von uns sind in demokratischen Haushalten aufgewachsen, deshalb ist es so schwierig, demokratische Orte mitzugestalten und uns in ihnen auszudrücken. Das gilt für Künstler:innen genauso wie für das Publikum. Deshalb inszeniere ich schreibend Situationen, in denen sie sich zu Konflikten verhalten könnten, sich dem aber oft genug entziehen. Was für eine Art von Theater wollen wir denn in Zukunft? Eines, in dem die Mehrheit still dasitzt und darauf wartet, dass diese Aufführung, dieser Krieg, diese Pandemie, diese Krise aufhört, oder wollen wir eine andere Form von Begegnung, in der die Mehrheit aktiv ist und spricht? Es ist ja auch etwas sehr Schönes an der Idee, dass eine Minderheit das Wort hat. Aber halten wir es überhaupt noch aus, von einem Autor, einer Autorin stundenlang in Geiselhaft genommen zu werden?“
Sivan Ben Yishai in: Einreißen und Aufbauen. Sivan Ben Yishai und Maren Kames über Bühnenbeschimpfung, Theater Heute 1/2023
© Marcella Ruiz Cruz
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